Dein erster Jobwechsel: Worauf du achten musst

Du warst verdammt froh, dass es nahtlos geklappt hat mit dem Jobeinstieg nach dem Studium. Das war vor gut eineinhalb Jahren. Die ersten sechs Monate waren spannend. Du hast dich sofort mit den Leuten im Team verstanden und kamst günstig genau zum Start des neuen Marketingprojekts. Auf das erste Projekt folgte das nächste. Jetzt steigst du gerade in Projekt Nummer 3 ein. Du verstehst dich immer noch gut mit den Kollegen, bloß die Arbeit ist ein bisschen langweilig geworden. Wenn du ehrlich bist, hättest du gerne eine neue Aufgabe und würdest gerne ein anderes Unternehmen kennenlernen. Aber du fragst dich, ob dir ein Jobwechsel nach nicht einmal zwei Jahren vielleicht mittelfristig Nachteile bringen könnte.

Gerade der erste Jobwechsel ist keine einfache Entscheidung. Deshalb hier einige wichtige Tipps zum Thema:

Werde dir über deine Motive klar: Warum willst du den Job wechseln?

  • Unzufriedenheit mit deinen Aufgaben oder mit deinem Gehalt,
  • Unsicherheit über Aufstiegsmöglichkeiten,
  • das Gefühl, dass niemand deine Arbeit wertschätzt.

Diese Punkte werden am häufigsten genannt, wenn Mitarbeiter über Wechselabsichten befragt werden. Diese Motive können Gründe dafür sein, über einen anderen Job nachzudenken, aber erstmal sind es gute Gründe für ein Gespräch mit deinem Chef. Denn nur so kannst du erfahren, ob sich an deiner Unzufriedenheit etwas ändern lässt und ob es Zukunftsperspektiven gibt, die du vielleicht noch gar nicht ins Auge gefasst hast.

Der Chef IST dein Hauptproblem und der wichtigste Grund für deinen Frust? Dann sieh es mal so: Was gewinnst du, wenn du dem Gespräch mit deinem Chef ausweichst? Vergiss solche Ausweichmanöver und versuch lieber den Problemen auf den Grund zu gehen. Nur so kannst du herausfinden, ob du nach einer neuen Herausforderung suchst oder eher vor Schwierigkeiten davon läufst.

So findest du den richtigen Zeitpunkt für den ersten Jobwechsel

Der richtige Zeitpunkt für einen Wechsel lässt sich nicht in Monaten messen. Nach 18 Monaten? Nach zwei Jahren? Nach drei Jahren? Für weitere erfolgreiche Karriereschritte geht nicht um die Verweildauer, sondern um das, was du geleistet hast und noch erreichen willst. Wenn du ein Projekt abgeschlossen hast, eine Aufgabe bewältigt hast. Wenn du auf Erfahrungen und Erfolge verweisen kannst, dann ist ein guter Zeitpunkt sich nach einem neuen Arbeitsumfeld umzusehen. Inhaltliche Gesichtspunkte sind eine fundierte und logische Erklärung für einen Jobwechsel – gegenüber deinem alten und erst recht gegenüber deinem neuen Arbeitgeber. Das gilt auch, wenn du dir schlicht deswegen einen neuen Job suchst, weil dir dein alter nicht gefällt. Arbeit ist eine Aufgabe und keine Gefängnisstrafe, die du absitzen musst. Wenn deine Aufgaben nicht zur dir passen oder das Arbeitsklima eine Katastrophe ist, ist der Wechsel die richtige Konsequenz.

Du kannst das Thema Jobwechsel aber auch aus einer etwas anderen Perspektive betrachten. Gerade wenn du bei einem großen Unternehmen arbeitest, muss ein Jobwechsel nicht automatisch einen Arbeitgeberwechsel bedeuten. Der Weg zur neuen Aufgabe, kann auch in eine andere Abteilung führen. Dann hast du den Reiz des neuen Umfelds und kannst trotzdem auf Kontinuität im Lebenslauf verweisen.

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