3 Tipps fürs richtige Netzwerken

Networking: Wundermittel für die Karriereplanung oder doch eher Buzzword? Fest steht, dass ein stabiles Netzwerk immer von Vorteil ist – auch wenn es dir kurzfristig nicht den Traumjob verschaffen mag. Ob guter Tipp für ein Problem oder Hilfe in Notlagen: Ein gutes Netzwerk hat noch keinem geschadet. Doch wie netzwerkt man eigentlich richtig? Warum gelingt es manchen scheinbar mühelos, sich ein stabiles Netzwerk aufzubauen? Während andere sich abmühen, immer fleißig weiterempfehlen, selbst aber nicht empfohlen werden? Hier kommen drei Tipps fürs richtige Netzwerken.

Tipp 1: Finde deine USP

Um ein erfolgreiches Netzwerk aufzubauen, braucht es zunächst einmal ein starkes Fundament. Und das ist in erster Linie deine eigene Persönlichkeit. Denk doch mal kurz über deine eigenen Netzwerke nach: Wer fällt dir als erstes ein? Vermutlich diejenigen deiner Kontakte, die auf irgendeine Art und Weise unverwechselbar sind. Die Dinge anders machen als alle anderen. Oder eine besonders interessante Eigenschaft haben. Deine Aufgabe ist es also, das zu finden und zu betonen, was dich ganz besonders macht. Im Marketing nennt man das USP – oder „Unique Selling Proposition“. Wie du das machst? Nun, zum Beispiel, indem du dir folgende Fragen stellst:

Checkliste für deine USP
  • Was ist meine Berufung?
  • Was treibt mich an?
  • Was macht mich empfehlenswert?
  • Wofür stehe ich jeden Tag auf?
  • Was sind meine Vorlieben?
  • Was sind meine Macken?
  • Was sind meine fünf wichtigsten Werte?

Und schließlich: Welche Einstellung hast du selbst zum Netzwerken? Ist das für dich positiv oder negativ besetzt? Falls du es negativ siehst: Was sind die Gründe dafür? Und worin siehst du dennoch eigentlich Vorteile?

Hast du diese Fragen beantwortet, bist du einem klaren Bild, was dich unverwechselbar macht, hoffentlich ein Stück nähergekommen. Und dann? Sprich über deine Skills und deine Stärken und erzähl der Welt davon!

Tipp 2: Auch Introvertierte können gut netzwerken – nur eben anders

Extrovertierte Menschen machen sich selten darüber Gedanken, ob sie netzwerken sollten. Sie tun es einfach. Du selbst hast da noch Berührungsängste? Dann bist du nicht alleine. Vor allem Introvertierte scheuen oft davor zurück, rauszugehen (sei es real oder digital) und mit ihren Stärken für sich zu werben. Hier ein paar Hilfestellungen für introvertierte Menschen, die mit Networking starten wollen:

  • Such dir für den Anfang kleinere Events aus
  • Geh zusammen mit einer vertrauten Person hin, zum Beispiel einer Freundin oder einem Freund
  • Sei dir deiner Stärke bewusst, zuhören zu können. Das nämlich können Introvertierte sehr gut. Damit hast du einen klaren Vorteil gegenüber allen Vielrednern und sprudelnden Selbstdarstellern
  • Punkte mit deiner zurückhaltenden, angenehm ruhigen Art und mit wertschätzender Kommunikation
Tipp 3: Voneinander lernen

Seien wir ehrlich: Die Frauenquoten in den oberen Etagen könnten darauf hinweisen, dass Männer möglicherweise ihre Netzwerke immer noch besser für den nächsten Karriereschritt nutzen als Frauen. Frauen könnte es daher durchaus helfen, sich einige vermeintlich Vorteile der Herrenwelt zueigen machen, die die eher männliche Art des Networkings auszeichnen. Zum Beispiel:

  • Schneller zum Punkt zu kommen
  • Klar zu sagen, was man möchte
  • Den Ausbau eines Netzwerks verstärkt auch unter strategischen Gesichtspunkten zu sehen

Das gleiche gilt natürlich vice versa. Auch Männer können erfolgreiches Networking betreiben, wenn sie sich selbst hier und da mal ein wenig zurücknehmen, den anderen besser zuhören und mehr Empathie und Einfühlungsvermögen an den Tag legen – Eigenschaften, die tendenziell eher Frauen zugeschrieben werden.

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Ihrem Buch „Erfolg mit Networking“ gibt Netzwerkexpertin Petra Polk weitere Tipps, wie man Networking strategisch für die eigene Karriere oder das eigene Business einsetzen kann.

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Team Karriere Boost

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