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Unsicherheit im Job? Tipps für 4 typische Situationen
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Unsicherheit im Job? Tipps für 4 typische Situationen

 Mirjam Maier
Mirjam Maier
Content Producerin

Ganz bestimmte Situationen im Job lösen bei manchen ein Gefühl der Unsicherheit aus. Wir haben davon ein paar näher unter die Lupe genommen und verraten dir, wie du deine Unsicherheit besiegst.

1. Unsicherheit, wenn du vor Menschen reden musst

Du merkst, wie dein Herz schneller klopft und du schwitzige Hände bekommst, sobald du eine Präsentation halten musst. Was ist der Grund? Möglich ist es, dass dir Selbstzweifel und Versagensangst dein Selbstwertgefühl mindern. Verspürst du generell Unsicherheit, egal ob du vor Fremden oder Bekannten reden musst, und fragst du dich häufig, was andere von dir denken? Dann sind deine Selbstzweifel zu hoch.

Tipp: Wie du mehr Selbstbewusstsein entwickelst, erfährst du in unserem Interview mit Coach Annette Auch-Schwelk.

Möglich ist natürlich auch, dass du zu den introvertierten Menschen gehörst, denen es nicht so leicht fällt wie Extravertierten aus sich herauszugehen und bei Präsentationen auch mal zu improvisieren.

Tipp: Zählst du dich zu den Introvertierten, benötigst du einfach etwas mehr Vorbereitungszeit. Arbeite dich darum gut in das Thema ein. Fühlst du dich fachlich sicher, fällt die Präsentation auch leichter.

2. Etwas nicht zu 100 Prozent wissen

Du kannst bei einer Frage nur auf Halbwissen zurückgreifen und antwortest deshalb lieber gar nicht? Du könntest ja am Ende falsch liegen und die Konsequenzen tragen müssen – das hemmt und verunsichert. Aber zunächst einmal: Du musst nicht immer alles wissen. Wenn du weißt, wo du das benötigte Wissen herbekommst, ist das schon die halbe Miete.

Tipp: Wenn du bei einer Nachfrage ins Straucheln gerätst, gib offen zu, dass du diese Information gerade nicht weißt und biete an, es im Nachgang zu recherchieren und die Info weiterzuleiten. Das kommt viel besser an, da du souverän und offensiv mit möglichen Lücken umgehst.

3. Nicht Nein sagen können

Du nimmst jede Aufgabe an und erfüllst jede Bitte um Hilfe? Die Unsicherheit, nein zu sagen, ist zu groß? Das kann daran liegen, dass du zu den Helfertypen gehörst. Fragen andere dich um Hilfe, stärkt das dein Selbstwertgefühl. Trotzdem ärgerst du dich wahrscheinlich manchmal, nicht nein gesagt zu haben. Vor allem dann, wenn dein eigener Schreibtisch vor unerledigter Aufgaben überquillt.

Tipp: Was dir helfen kann, ist, die richtige Quote zu finden. Du musst nie grundsätzlich ja oder nein sagen, du könntest z. B. einfach zweimal ja und einmal nein sagen. So läufst du nicht Gefahr, Kollegen zu verprellen oder zum Depp vom Dienst zu werden. Was dir die Unsicherheit nehmen kann und was du immer sagen kannst: Ein andermal hilfst du gerne, nur momentan hast du zu viel Arbeit. Das wird jede Kollegin verstehen.

4.  Unsicherheit in Meetings zu sprechen

In Meetings sagst du nie etwas, möchtest das aber ändern? So richtig will es nicht klappen, du verpasst den richtigen Zeitpunkt im Gespräch, die Unsicherheit wächst. Ein Grund für deine Unsicherheit könnte die panoramische Angst sein: Das sind spekulative Ängste, die nicht aus einer vergangenen Erfahrung resultieren, sondern sind plötzlich da und gehen einher mit Sätzen wie: „Ich habe Angst mit meiner Leistung nicht zu genügen und nicht gut genug zu sein“ oder „Ich habe Angst, nicht mehr dazuzugehören, wenn ich etwas Falsches sage“.

Tipp: Am besten hilft, sich der Situation zu stellen, ohne Rücksicht auf Verluste. Trau dich und du wirst sehen, dass nichts Schlimmes passieren wird und du dir einfach nur selbst im Weg standest. Alternativ kannst du dir das Worst-Case-Szenario vorstellen und daran erkennen, dass du dir zu Unrecht Sorgen machst und alles halb so schlimm ist. Was ebenfalls helfen kann: Tausche dich mit anderen aus, je mehr du deine Ängste besprichst, umso kleiner werden sie.