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Selbstmarketing online und offline: 3 Tipps wie du dich richtig präsentierst
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Selbstmarketing online und offline: 3 Tipps wie du dich richtig präsentierst

 Anouk Ellen Susan
Anouk Ellen Susan
Marketing-Expertin, Coach, Professional Speaker

Im Job sind wir meist auf Projekte und Ergebnisse fixiert. Doch wir sollten immer auch etwas für unsere Reputation tun. Hier 3 Tipps von Selbstmarketing-Expertin Anouk Ellen Susan.

Gute Leistungen sind wichtig für Erfolg im Job. Vergiss vor lauter Projektarbeit aber bitte nicht dein Selbstmarketing! Zeige im richtigen Moment Präsenz, dann bleibst du in Erinnerung.

Tipp 1: Kluges Selbstmarketing in Online-Netzwerken

Tu Gutes und sprich darüber! Es ist klasse, wenn 50 Menschen deinen super Vortrag gehört haben, das Projekt-Team dein tolles Update noch vor Augen haben oder deine Kollegen wissen, was für ’nen erstklassigen Job du machst. Aber noch besser ist es, wenn auch Menschen davon erfahren, die gar nicht dabei waren!

Ich rate sehr dazu, sich ein gutes Netzwerk aufzubauen. Folge deinem (potenziellen) Auftraggeber, den Kollegen, Geschäftspartnern, Experten aus dem Fachgebiet auf Twitter, LinkedIn, Xing und Instagram und reagiere auch auf ihre Beiträge mit einem Like oder, noch besser, einem Kommentar.

Nutze die sozialen Medien aber auch als Multiplikator für deine eigenen Botschaften. Lasse deine Follower wissen, was du vorhast, indem zu z.B. postest: „Auf dem Weg nach Frankfurt, gleich darf ich vor 150 Marketingexperten meinen Vortrag ‚UPGRADE yourself‘ halten“. Markiere dabei den Auftraggeber, die anderen Redner und Besucher, die du schon kennst. Vielleicht hängst du die drei Keypoints deines Vortrags mit rein und gewährst so gleich einen Mini-Einblick in deine Expertise.

Oder teile einen Blogpost oder eine Podcast-Folge von bzw. mit dir und gib die drei wichtigsten Tipps bereits im Beitrag an. Das sorgt für Aufmerksamkeit und vergrößert die Reichweite. Berichte von deinem aktuellen Projekt und versuche immer, ein cooles und passendes Bild an dein Posting zu hängen. Meine Erfahrung ist: Diese Posts werden häufiger geteilt. Aber bitte immer darauf achten, Fotos von Menschen nicht ohne deren Zustimmung zu veröffentlichen – die DSGVO lässt grüßen.

Und poste oder teile ruhig zwischendurch auch Lustiges. Wer deinen Humor teilt, wird im Blick behalten, was von dir noch so kommt.

Tipp 2: Kleider machen Leute

Weißt du, was das Einzige ist, das bei mir von einem internationalen Jahresmeeting eines Kunden vor einigen Jahren hängen geblieben ist? Der rosafarbene, viel zu eng sitzende Hosenanzug des Moderators. Im Saal saßen 80% Frauen, die hatten gleich eine Meinung. Innerhalb von Sekunden hatte der Mann verspielt.

Würdest du einen Mann ernst nehmen, mit ihm philosophieren wollen oder ihn um Hilfe bitten, wenn er in Jogginghose, dreckigen Schuhen und zu engem T-Shirt vor dir stehen würde? Ich unterstelle einer Polizistin in Uniform mehr Autorität als derselben Frau in einem Kleid. Eine Ärztin mit Kittel kommt kompetenter rüber, als wenn sie eine Jeans tragen würde.

Gut gewählte Kleidung vermittelt Respekt und Vertrauen. Es mag oberflächlich klingen, das ist es meines Erachtens aber überhaupt nicht. Als (Selbst-)Marketingexpertin unterstreiche ich den allbekannten Satz: Kleider machen Leute. Das gilt online wie offline!

Und vergiss dabei nicht: Der erste sympathische Eindruck hilft dir beim Selbstmarketing! Denn er lässt Menschen von bekannten Eigenschaften einer Person auf unbekannte Eigenschaften schließen. Das nennt man den HALO-Effekt. Wenn zum Beispiel Person A Sympathie für Person B empfindet und generell Menschen sympathisch findet, die kompetent sind, wird Person A annehmen, dass Person B kompetent ist, ohne dafür irgendeinen Hinweis zu haben. Hier spricht man auch vom Heiligenschein-Effekt.

Tipp 3: Proper Preparations Prevent Poor Performance

Mit der richtigen Vorbereitung kann sich jeder überzeugend (online) präsentieren. Die Vorbereitung ist eben sehr wichtig! Wer ist mein Publikum? An wen adressiere ich meinen Vortrag, meinen Beitrag, meinen Post? Je mehr du über deine Zielgruppe weißt, desto besser kannst du sie dort abholen, wo sie sind.

Bringe also alles in Erfahrung, was du im Voraus finden kannst. Setze dich mit deinen Adressaten auseinander: Was ist das für ein Unternehmen? Welche Philosophie lebt die Firma? Wer sind die Kollegen, Geschäftspartner, Mitarbeiter? Worum geht es ihnen, was mögen sie, was sind ihre Sorgen, was sind ihre Hobbys etc.?

Ich wünsche dir viel Erfolg bei deiner (Online-) Präsentation!

Auf bald, deine Anouk Ellen Susan