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Mimik & Gestik: Wie du auch ohne Worte auf andere wirkst
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zwei frauen halten sich gegenseitig die augen zu

Mimik & Gestik: Wie du auch ohne Worte auf andere wirkst

 Anja Merklin-Wendle
Anja Merklin-Wendle
Content Managerin

In einem Gespräch oder Meeting wirkst du immer auch mit deiner Körpersprache auf deine Zuhörer ein. Verstärke mit deiner Gestik und Mimik deine Argumente! Wie? Das erfährst du hier.

Nonverbal kommunizieren

Steigst du mit verschränkten Armen, mürrischem Blick und gesenktem Kopf in den Fahrstuhl ein, wirst du vermutlich eher nicht angesprochen. Denn deine Körpersprache signalisiert den anderen ganz deutlich: Lasst mich in Ruhe! Und das, obwohl du kein Wort gesprochen hast. Das ist in diesem Fall gar nicht mehr nötig.

Das kleine Beispiel zeigt, dass man nicht nicht kommunizieren kann. Denn auch wenn du nichts sagst, kommunizierst du nonverbal mit deinem körperlichen Ausdruck.

Deine Körperhaltung: Was sie aussagt

Mit einem ruhigen, hüftbreiten Stand wirkst du ausgeglichen, nicht zu dominant (wie z. B. bei schulterbreitem Stand) oder zu brav (bei geschlossenen Beinen). Befinden sich deine Hände im sichtbaren Bereich vor deiner Brust, wirkst du damit aufgeschlossen und motivierter, als wenn du sie unter dem Tisch versteckst. Hektischen Wedeln oder herumrutschen auf dem Stuhl solltest du aber unbedingt vermeiden, denn es lenkt deine Zuhörer ab und du wirkst damit zugleich fahrig und unsicher.

Gestik: Nur nicht hektisch wedeln

Unter die Gestik fällt die Kommunikation, die du mit deinen Händen und Armen oder mit dem Kopf übermittelst: z. B. durch Nicken oder Kopfschütteln. Gesten können deine Worte unterstreichen, indem du beispielsweise Dinge mit den Händen abmisst (Der Fisch beim letzten Angeln war sooo groß) oder sogar ersetzen. Mit einem Daumen nach oben oder unten signalisierst du Zustimmung oder Ablehnung auch ohne Worte. Winkst du mit den Händen ab, bist du sozusagen raus. Unter Gestik fällt aber auch das nervöse Zupfen an der Bluse, die gekneteten Hände oder das Kratzen am Kopf: Damit signalisierst du deinem Gegenüber, wie ängstlich oder aufgeregt du dich fühlst.

Wichtig: die Mimik

Dein Gesichtsausdruck spielt bei Gesprächen eine sehr große Rolle, blickt man sich doch normalerweise ins Gesicht, wenn man miteinander spricht. Mit deiner Mimik kannst du Zustimmung oder Ablehnung ausdrücken und deine Gefühle zeigen: Bist du wütend, traurig, überrascht, abweisend oder freundlich gestimmt, lässt sich das in der Regel an deiner Mimik erkennen. Wer also eine freundliche Mimik hat und etwa häufiger lächelt, wirkt positiver und offener als zurückhaltende oder gar ausdruckslose Personen.

Blickkontakt halten

Je nach Kultur ist die Intensität und Dauer des Blickkontakts zwar verschieden, aber mittels angemessenem Blickkontakt kannst du deine Aufmerksamkeit und Selbstsicherheit demonstrieren. Doch was gilt als angemessen? Ein zu intensiver Blickkontakt wirkt auf viele Menschen unangenehm oder gar provokant. Bei fehlendem Blickkontakt erscheinst du unaufmerksam, ausweichend oder sogar unterwürfig.

Fällt es dir schwer, den Blickkontakt im Gespräch zu halten, kannst du deinem Gegenüber auch zwischen die Augen schauen. Tipp: Fasse bei einem Vortrag weiter entfernte Gruppen ins Auge, das fällt leichter.

Der Blick von außen

Die meisten nonverbalen Signale sendest du unbewusst. Versuch also im ersten Schritt, deine Körpersprache, Gestik und Mimik zu reflektieren. Frag deine Freunde oder Familie, wie du auf sie wirkst, und lass dich bei herausfordernden Situationen wie einem Vortrag einmal filmen. Mit dem anschließenden Blick von außen gewinnst du garantiert einige wertvolle Erkenntnisse über dein Auftreten und deine Wirkung in dieser Situation.