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Die Persönlichkeit zur Geltung bringen
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Die Persönlichkeit zur Geltung bringen

 Werner Lauff
Werner Lauff
Journalist & Dozent

Wenige Menschen kommen mit dem Präsentations-Gen auf die Welt. Gute Skills im Reden, Schreiben, Moderieren und Präsentieren helfen dir aber in vielen Jobs. Mit ein paar einfachen Regeln gelingt dir auf Anhieb ein besserer Auftritt.

Mit tollen Texten und überzeugenden Vorträgen, Moderationen und Präsentationen punkten.

In vielen Berufen setzt man voraus, dass du dich und deine Tätigkeit schriftlich und mündlich überzeugend darstellen kannst. Niemand kommt auf die Idee, dich erst einmal zu Schulungen zu schicken, bevor du Papiere schreibst, vor Kunden Vorträge hälst, Treffen leitest oder Konzepte vorstellst. Dass du gut schreiben, reden, moderieren und präsentieren kannst – davon geht man aus.

Erfreulich ist: Es ist mit relativ einfachen Mitteln möglich, deine Persönlichkeit, deine Fähigkeiten und dein Wissen mit tollen Texten, überzeugender Rhetorik, publikumsnaher Gesprächsführung und anschaulicher Argumentation so eindrucksvoll zur Geltung zu bringen, dass es zur Freude wird, mit dir zusammenzuarbeiten. Dazu brauchst du nur ein paar Regeln zu beherrschen.

Beispiel Schreiben:

Am Leichtesten ist es, mit Einfachheit zu punkten. Widerstehe dem Drang, Sachverhalte zu umfassend, zu ausführlich und mit vielem Wenn und Aber darzustellen. Beweise deine Bereitschaft zur Dienstleistung, indem du praxisnah, anschaulich, verständlich, fokussiert und erfrischend unkompliziert schreibst. Wie das geht? Zum Beispiel, indem du die Regel „Ein Gedanke, ein Satz“ anwendest. Stehen in einem Satz zwei Aussagen, nimm die Sätze auseinander und mach zwei draus. Natürlich kommen für gutes Schreiben noch ein paar Regeln dazu, aber dieser erste Tipp ist bereits der Wichtigste.

Beispiel Reden:

Auch da gilt, es dir und deinen Zuhörern nicht zu schwer zu machen. Beispiel „Gliederung“. Viele zählen erst einmal auf, was sie alles zu sagen gedenken. Während des Vortrags sagen sie dann, man möge sie bitte noch über dieses und jenes reden lassen: „Lassen Sie mich noch kurz…“, „Ich komme jetzt zu…“. Eine Alternative ist, Abschnitte mit einfachen W-Fragen zu beginnen: „Was ist bereits geschehen?“, „Welche Probleme gibt es?“, „Was müssen wir noch tun?“ Das Publikum wird auf angenehme Art durch den Vortrag geführt. Diese Fragen kannst du am Anfang auch gebündelt nennen. „Was ist bereits geschehen? Welche Probleme gibt es? Was müssen wir noch tun? – darüber will ich heute mit Ihnen sprechen.“

Beispiel Moderieren:

Auch hier liegt das Erfolgsgeheimnis nicht in komplizierten, sondern einfachen Konstruktionen. Hast du gemerkt, wie ein Moderator im Fernsehen seine Gäste anmoderiert? Wieso applaudiert das Publikum da so spontan und intensiv? Das liegt nicht am Schild „Applaus, Applaus“, sondern an einem Reflex. Der Trick besteht darin, zunächst etwas über die Person zu sagen und dann erst, ganz zum Schluss, Vornamen und Nachnamen zu nennen.

Beispiel Präsentieren:

Auch beim Präsentieren mit Powerpoint ist Einfachheit die höchste Form der Eleganz. Das hat schon einen ganz praktischen Grund: Deine Zuhörer sollen vor allem dich anschauen und nicht die ganze Zeit auf die Leinwand starren, so als ginge es um betreutes Lesen. Bilder, Kernsätze, einfache Grafiken, das ist in Ordnung. Der ganze Vortrag in Powerpoint, das ist langweilig. Lerne doch mal die tollen anderen Programme kennen, in denen du deinen Vortrag vorbereiten kannst, Mindmapping oder Outliner zum Beispiel. Und ein Handout ist schnell aus der Summe von Notizen und Charts gebastelt.

Weitere Tipps findest du in der Toolbox Perfekt schreiben, reden, moderieren, präsentieren.