Treffer, versenkt: 3 Tipps für mehr Schlagfertigkeit

Du kennst das: Irgendein Spaßvogel im Büro macht einen schlechten Witz auf deine Kosten. Du wirst rot, senkst den Blick und schweigst. Die passende Replik fällt dir dann sehr viel später auf dem Weg nach Hause ein. Die gute Nachricht: Schlagfertigkeit kann man erlernen. Hier ein paar Tipps für den Einstieg.

Tipp 1: Ein wenig runter mit dem Niveau

Machen wir uns nichts vor: Meist sind es eben nicht die feingeistigen Denker und die Freunde ausgefeilter Ironie, die am schlagfertigsten sind. Sondern eher diejenigen, die auf den rustikalen Humor setzen. Warum? Ihnen ist es egal, ob die Pointe besonders kreativ oder tiefsinnig ist, sie hauen sie einfach raus. Sie sind also schnell – die Grundvoraussetzung für Schlagfertigkeit.

Ein weiteres Problem: Kommst du mit allzu tiefsinnigen Kontern um die Ecke, besteht die Gefahr, dass dich keiner versteht. Also – auch wenn’s vielleicht ein wenig schwerfällt: Wenn du schlagfertiger werden willst, solltest du den Anspruch an deine Sprüche an der einen oder anderen Stelle einfach mal runterfahren. Nimm die Shortcuts im Gehirn und nicht die zwanzigste Abzweigung. Dann geht’s schneller.

Tipp 2: Gut vorbereitete Überraschungen

Es klingt ein wenig paradox: Techniken, um den Überraschungseffekt zu erlernen. Aber: Überraschung ist oft nur eine Frage gründlicher Vorbereitung. Denn nicht du selbst sollst von deinem Konter überrascht sein. Sondern dein Gegenüber.

Leg dir also ein paar überraschende Instant-Sätze zurecht, die in den meisten Situationen passen könnten. Das können kurze Sequenzen sein wie „Ach was…“ oder „Was du nicht sagst!“, die deinen Gegner vor die Wand laufen lassen, wenn er eigentlich mit einer betretenen Miene oder einem gestotterten Konter rechnet. Oder auch Absurdes wie „Du kannst dir auch ein Loch ins Knie bohren und Senf reinschmieren.“ Gut als Instant-Sätze eignen sich auch sinnfreie Sprichwörter wie „Das schlägt dem Fass den Boden ins Gesicht“ oder tiefschürfende Einsichten wie „Wer nicht mitrudert, fällt aufs Glatteis.“ Passt immer und bremst garantiert jeden noch so schlagfertigen Zeitgenossen aus.

Tipp 3: Die Dolmetscher-Technik

Dieses Vorgehen empfiehlt sich besonders bei Angriffen, bei denen dir ungerechtfertigt etwas unterstellt wird. Das Prinzip ist relativ einfach und kann in verschiedensten Eskalationsstufen von witzig bis sarkastisch eingesetzt werden. Du übersetzt einfach die bösartigen Angriffe deines Gegenübers in eine freundlichere Sprache.

Klingt jetzt nicht spektakulär, ist aber sehr wirksam. Indem du deinem Gegenüber erklärst, was er gerade gesagt hat, führst du ihn ein Stück weit vor. Und nimmst das Heft des Handelns wieder in die Hand. Beispiel: „Du bist echt der Faulste hier. Du gehst immer als Erster“. „Ja, das stimmt. Ich bin der Einzige, der so effizient arbeitet, dass er bis Dienstschluss fertig wird.“ Oder: „Du bist doch nur eine Marionette der Chefs.“ „Ja, es braucht doch einiges an Fingerspitzengefühl, um mich zu führen.“

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Übrigens: Eine wahre Schatzkiste an Schlagfertigkeitstechniken und guten Kontern findet ihr in den Buch „Schlagfertigkeit“ von Matthias Nöllke. Reinschauen, ausprobieren und dich beim nächsten Schlagabtausch selbst feiern!

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