Reduzierte Soße, sanfte Listen: Tipps für den perfekten Auftritt

Dir zittern jetzt schon die Knie, wenn du an deinen nächsten Auftritt denkst? Hier kommen ein paar Tipps, mit der du die Situation gelassener meisterst.

Die Wunschvorstellung: Du betrittst die Bühne und ziehst mit deinem Charisma sofort das gesamte Publikum in deinen Bann. Alle sind von dir und deinem Auftritt einfach hingerissen und du plauderst so souverän und einnehmend, als würdest du den ganzen Tag nichts anderes tun.

Die Realität: Vor deinem Auftritt zittern dir die Knie so sehr, dass du befürchtest, umzukippen. Dein Magen rumort und dir ist heiß. Und sobald du vorne stehst, hast du das Gefühl, du bist viel zu hektisch, viel zu leise, viel zu fahrig und hast die Hälfte von dem vergessen, was du sagen wolltest.

Der perfekte Auftritt: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen

Klar – manchen Menschen fällt es leichter als anderen, auf der Bühne zu stehen und alle mitzureißen. Dennoch: Mit Übung, Geduld und Disziplin – und vor allem: perfekter Vorbereitung – kannst  auch du Präsenz und Charisma gewinnen. Nimm dir Steve Jobs zum Vorbild: Vergleicht man seine ersten Auftritte mit den letzten Präsentationen, stellt man fest, dass da Welten dazwischen liegen. Neben der Körpersprache, dem Outfit und der Stimme sorgt vor allem auch eines dafür, dass das Publikum dir gespannt zuhört: der Inhalt deiner Rede und die Aufbereitung. Hier ein paar Tipps, wie du mit deinem Inhalt fesseln kannst.

Deine Kernbotschaft: Reduzierte Soße

Apple hat es vorgemacht: Die Kernbotschaften ihrer Präsentationen waren so knapp und eindeutig, dass sie den Medien, die berichteten, regelmäßig als Headlines dienten. Jeder hatte sofort ein Bild und konnte etwas damit anfangen. Beispiel gefällig? „Heute erfindet Apple das Telefon neu“ war der Slogan der ersten iPhone-Präsentation. Das sagt eigentlich alles. Wenn du dir also einen Titel für deinen Vortrag überlegst, mach es wie ein Sternekoch. Reduzier die Inhalte immer weiter, wie eine perfekte Soße. Am Ende bleibt die aromatische Essenz, die die Herzen erreicht.

Die sanfte Stichwortliste

Ein sehr verbreitetes Problem bei Auftritten vor Publikum: Der Redner hat alle Punkte, die er vorgetragen will, exakt und ausführlich auf Karteikarten oder in der PowerPoint vorformuliert. Und liest einen nach dem anderen ab. Das erhöht nicht unbedingt den Spaßfaktor der Veranstaltung. Notiert man sich dagegen nur einzelne Stichpunkte, besteht die Gefahr, dass man Punkte vergisst – oder man am Schluss einfach nicht mehr weiß, was sich hinter dem Stichwort eigentlich verbirgt.

Eine Lösung ist der goldene Mittelweg: Die sanfte Stichwortliste. Hier werden die wichtigsten Namen, Daten und Fakten vermerkt. Außerdem: einige Verben in der Infinitiv-Form. Der Infinitiv beugt dem Ablesen vor und zwingt das Gehirn zum Denken. Wichtig: große Abstände zwischen den Wörtern! So kann sich das Auge orientieren und immer wieder in den Text einfädeln. Last but not least: Auch der letzte Satz sollte auf der Karte stehen.

Mehr Expertentipps und eine perfekte Vorbereitung für die nächste Präsentation bietet der TaschenGuide „Der perfekte Auftritt“ von Moderationstrainer und Fernsehjournalist Ernst-Marcus Thomas.

Hier gehts zum Buch
Team Karriere Boost

Team Karriere Boost

Wir kommen aus unterschiedlichen Bereichen der Medienbranche, arbeiten für die Haufe Gruppe, bei Medienagenturen oder sind selbständig. Schreib uns von dir und deinen Erfahrungen im Berufsleben. Wir freuen uns von dir zu hören!

Send this to a friend