Gesprächstechniken Durchsetzungsstärke Metaphern

Die Sinne ansprechen: So nutzt du Metaphern für starke Kommunikation

Unsere Sprache lebt von Sprachbildern. Metaphern sind der Herzschlag der sinnesspezifischen Sprache und machen Informationen leichter verständlich.

Unsere Sprache lebt von Metaphern und Geschichten. Deine Wortwahl löst bei deinem Gesprächspartner innere Bilder aus. Sprachbilder funktionieren aber nicht nur mit visuellen Assoziationen, denn Metaphern nutzen die verschiedenen Sinneskanäle: „mir geht ein Licht auf“ – „das klingt gut“ – „ich will das Problem in den Griff bekommen“ – „das riecht nach Arbeit“.

Mit diesen Wendungen werden unterschiedliche Sinneskanäle bildlich dargestellt: Sehen, Hören, Fühlen, Riechen. Metaphern sind der Herzschlag der sinnesspezifischen Sprache und machen Informationen leichter verständlich. Achte darauf, welche Wahrnehmungssinne dein Gegenüber häufig in Metaphern anspricht, und gehe in deiner Kommunikation darauf ein.

Kopfkino durch das passende Bild

Wenn deine Kollegin über ein Meeting sagt, „Das war ein Kindergarten“, dann entsteht durch diese Metapher vor deinem inneren Auge nicht nur das Bild eines ziemlichen Durcheinanders, sondern du hörst auch Rufen, Lachen oder Gezeter – gleichzeitig ist dir klar: Besonders strukturiert war dieses Meeting nicht und mit verwertbaren Ergebnissen sieht es eher schlecht aus. Gerade mit der richtigen Wahl sinnesspezifischer Sprache kannst du für den Zuhörer etwas veranschaulichen, besonders wenn du mehrere Sinne ansprichst. Das Kindergarten-Beispiel macht deutlich, wie vielschichtig eine einzige Metapher sein kann, weil sie mehrere Sinneskanäle aktiviert: Du siehst, hörst und fühlst etwas. Du hörst das Wort Kindergarten und weißt sofort etwas über die Atmosphäre des Meetings, ohne dabei gewesen zu sein. Unser Test „Welcher Wahrnehmungstyp bist du?“ hilft dir, die an der Kommunikation beteiligten Sinne zu erkennen.

Metaphern aktivieren, motivieren, beleben

Sprachbilder aktivieren, motivieren und beleben die Kommunikation. Gleichzeitig tragen sie dazu bei, komplexe Zusammenhänge verständlich zu erklären. Wenn der Vertriebsleiter sagt, dass die Firma mit dem neuen Produkt „die Nase vorn hat“, ist klar, dass dein Unternehmen im Rennen um die Kundengunst an erster Stelle liegt. Wenn es das Ziel eines Change Projekts ist, ein neues Fundament für die Personalarbeit zu legen und die HR-Abteilung umzubauen, versteht jeder sofort, dass es um eine Reihe von Veränderungen geht und dass es an diesem Bauprojekt viele Beteiligte gibt. Komplexere Metaphern wie den „Hausbau“ oder die „Unternehmensfamilie“ kannst du auch zu Geschichten verknüpfen.

Für den Einsatz von Metaphern gilt:

  • Wähle deine Sprache so flexibel, dass du verschiedene Sinneskanäle ansprichst.
  • Stimmigkeit und Logik von Metaphern sind wichtig. Eine Metapher wirkt, wenn sie deinen Zuhörern unmittelbar einleuchtet.
  • Aufmerksames Zuhören hilft dir bei der Wahl von wirkungsvollen Metaphern: Mach dir bewusst, welche Sprachbilder dein Gegenüber verwendet und knüpfe daran an. Deine eigenen Metaphern sollten nicht nur aus einem Sinnesbereich stammen, damit die Kommunikation lebendig bleibt.
  • Übertreib es nicht mit den Metaphern: Wer nur noch in Bildern spricht langweilt seine Zuhörer oder wirkt sogar unfreiwillig komisch. Metaphern verkommen zu Plattitüden, wenn sie pausenlos angewendet werden. Das gilt zum Beispiel für die so beliebten Sportmetaphern oder auch für die auch heute noch häufig verwendeten Bilder aus der Militärsprache („Wir wollen neue Märkte auf breiter Front angreifen“), die du schon aus Geschmacksgründen aus jedem Gespräch verbannen solltest.
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