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Konflikte lösen: Mit 6 einfachen Schritten zum Ziel
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Konflikte lösen: Mit 6 einfachen Schritten zum Ziel

 Mirjam Maier
Mirjam Maier
Content Producerin

Dass man bei der Arbeit manchmal aneinandergerät, ist kaum zu vermeiden. Wichtig ist es allerdings, diese Konflikte zu lösen. Wir verraten dir, wie das in 6 Schritten gelingt.

Konflikte gehören dazu, sie zu lösen auch

Konflikte sind etwas Normales. Wenn du in deinem Job nur mit Menschen zusammenarbeitest, mit denen du nie Konflikte hast, dann kannst du davon ausgehen, dass alle schon innerlich gekündigt haben. Wer engagiert arbeitet, den interessiert auch, wozu die Ergebnisse seiner Arbeit beitragen und wie sich ein Unternehmen weiterentwickelt. Deswegen geht es nicht darum, Konflikte zu vermeiden, sondern sie konstruktiv zu lösen.

Bei der Konfliktlösung sollten alle Beteiligten schrittweise vorgehen. Das Vorgehen in klar definierten Schritten sorgt dafür, dass die Standpunkte, Anliegen und Lösungsvorschläge der Konfliktparteien nicht nebulös miteinander vermischt werden und eine Lösung des Konflikts eher behindern als fördern. Bei der Konfliktlösung werden alle nötigen Parteien eingebunden; das macht ihnen deutlich, dass jeder einzelne Verantwortung für die Problemlösung trägt. Wie das im Einzelnen aussieht, verraten wir dir hier.

Schritt 1: Die Standpunkte der Beteiligten klären

Jeder Beteiligte sollte ausführlich Gelegenheit bekommen, seinen Standpunkt und seine Sicht auf den Konflikt zu erläutern. Aufgabe der anderen Konfliktparteien ist es, durch Zuhören und Nachfragen diesen Standpunkt zu verstehen. Auf diese Weise können sich alle Beteiligten auf kontrollierte Weise die Meinung sagen und Dampf ablassen.

Schritt 2: Die Anliegen hinter den Standpunkten offenlegen

Welche Interessen, Wünsche, Befürchtungen oder Ängste liegen hinter den Standpunkten? In dieser Phase erklären die Konfliktparteien, warum sie ihren Standpunkt beziehen. In dieser Diskussion haben die Beteiligten die Chance, ihren Standpunkt verständlich und attraktiv zu machen.

Schritt 3: „Was ist euch wichtig?“ – Kernanliegen klären

Gerade wenn jede der Konfliktparteien mehrere Anliegen verfolgt, ist es nötig zu klären, was ihnen wichtig ist. Wenn klar ist, wo die Prioritäten liegen, kennt ihr auch den Kern des Konflikts und seid der Lösung einen Schritt näher.

Schritt 4: Relevanz der Anliegen klären

Derjenige, der die Konfliktlösung leitet, sollte als Ziel Fairness haben. Deswegen ist es sinnvoll, die Anliegen aus der Diskussion zu nehmen, die nicht relevant sind. Das kann mehrere Gründe haben, z. B. wenn die Erfüllung der geäußerten Wünsche nicht in der Macht der Konfliktparteien liegt oder Rahmenbedingungen – Zeit, Budgets, Ressourcen – eine Verwirklichung nicht zulassen.

Schritt 5: Von den Anliegen zur Konfliktlösung

Jetzt ist Kreativität gefragt: Findet zusammen eine oder mehrere Lösungen, die mindestens eines der Kernanliegen der Parteien berücksichtigt.

Schritt 6: Wählt aus den Lösungen die beste aus

Schritt 5 liefert im Normalfall mehr als eine Lösung. Die Einigung auf die beste Lösung ist der letzte Schritt, mit dem die Parteien ihren Konflikt beilegen.