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Selbstbild und Fremdbild: Bestimme deinen Standort
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Selbstbild und Fremdbild: Bestimme deinen Standort

 Mirjam Maier
Mirjam Maier
Content Producerin

Um dich persönlich weiterzuentwickeln, solltest du wissen, wo du selbst stehst. Der Abgleich von Selbstbild und Fremdbild ist dafür wichtig. Wie du eine Standortanalyse erfolgreich angehst, erfährst du hier.

Was meint Selbstbild und Fremdbild?

Wie nimmst du dich wahr? Wie nehmen andere dich wahr? Das Bild, das du von dir selbst hast, also die Vorstellung von deiner Person, wird als Selbstbild bezeichnet. Das Selbstbild ändert sich im Laufe des Lebens, denn immerhin verändert sich jeder Mensch durch die Erfahrungen, die er mit der Zeit sammelt. Oft orientieren wir uns an Idealen oder einem Wunschbild, die unser Selbstbild bestimmen.

Sprechen wir über das Fremdbild, so ist das Bild gemeint, das andere von uns haben. Hinein spielen dabei Wahrnehmung, Bewertung und Gefühle der außenstehenden Person. Das Fremdbild hat eine große Auswirkung darauf, wie wir miteinander umgehen. Dieser Umgang wiederum wirkt sich auf das Selbstbild aus. Bewundert dich eine Person, stärkt es dein Selbstbewusstsein. Gibt dir die Person allerdings z. B. das Gefühl, unbegabt zu sein, kehrt sich der Effekt um. Du siehst, Fremd- und Selbstbild bedingen sich gegenseitig.

Wie lerne ich, mich richtig einzuschätzen?

Bei der Bestimmung von Selbstbild und Fremdbild kann dir das Johari-Fenster von Nutzen sein. Das Modell geht auf Joseph Luft und Harry Ingham (1955) zurück. Stelle dir ein Fensterkreuz vor. Die vier Glasscheiben beschreiben unterschiedliche Bereiche:

  1. Öffentliche Person: Dir und anderen bekannt, z. B. Erscheinungsbild, Wertvorstellungen etc.
  2. Private Person: Dir selbst bekannt, aber anderen unbekannt, z. B. heimliche Wünsche.
  3. Blinder Fleck: Dir unbekannt, aber anderen bekannt, z. B. bestimmte Verhaltensweisen.
  4. Unbekanntes: Dir selbst und anderen unbekannt, z. B. verborgene Talente.

In der praktischen Umsetzung bedeutet dies für dich, dass du zu jedem Punkt in den Austausch mit anderen gehen musst. Nur so lernst du dich selbst besser einzuschätzen.

So gelingt die Anwendung

Tauschst du dich mit anderen über dich als öffentliche Person aus, wirst du durch den Abgleich von Selbst- und Fremdbild mehr Klarheit erlangen. Um Meinungen zu dir als privater Person zu bekommen, musst du dich anderen öffnen. Erst dann ist ein tiefergehender Austausch möglich, der anderen eine neue Sichtweise auf deine Person aufzeigt und dir wiederum hilft, die Meinung der anderen besser einzuordnen.

Außerdem: Gehe aktiv auf andere zu, wenn du mehr aus dem Bereich des blinden Fleckes erfahren möchtest, und hole Feedback ein. Gerade weil dir diese Seite an dir selbst verborgen ist, profitierst du von der Rückmeldung der anderen. Den Bereich des Unbekannten kannst du angehen, indem du z. B. Weiterbildungen besuchst und dich mit Themen beschäftigst, die dir bisher eher fremd waren. Probiere Neues aus, so lernst du unbekannte Stärken oder auch Schwächen kennen.