Moderation

Die Moderation machts: So rockst du deinen Workshop

Mit der Moderation steht und fällt die ganze Veranstaltung. Damit du in deinem Workshop ausschließlich positiven Spirit verbreitest, haben wir für dich zusammengefasst, worauf es beim Moderieren wirklich ankommt!

Ein guter Einstieg ist die halbe Miete

Indem du gleich zu Beginn deiner Moderation Orientierung gibst, sind dir die Sympathien der Teilnehmenden sicher. Denn nichts ist frustrierender, als in einer Veranstaltung zu sitzen, von der nicht klar ist, wohin sie führen soll. Damit du beim Moderieren sicher im Sattel sitzt, helfen dir diese Leitlinien für einen erfolgreichen Workshop-Einstieg:

  • Wähle zur Begrüßung keine formelle oder umständliche Floskel, sondern sprich die Teilnehmenden direkt an (z. B. „Herzlich willkommen zu …“), halte immer wieder Blickkontakt zu einzelnen Teilnehmenden, stehe locker und aufrecht und begrüße besonders wichtige Personen auch direkt.
  • Skizziere kurz den Anlass für den Workshop sowie den aktuellen Stand der Dinge und gib einen Zeitrahmen vor.
  • Formuliere motivierend das Ziel, dass du gemeinsam mit den Teilnehmenden erreichen willst.
  • Mache deutlich, welche Rolle du bei dieser Veranstaltung innehast.
  • Lege mit den Anwesenden Regeln fest, z. B. Nutzung von Smartphones, Länge von Redebeiträgen usw.
  • Erkundige dich nach den Erwartungen und Wünschen der Teilnehmenden.

Tipp: Ein Ablaufdiagramm auf einem Flipchart hilft dir, den Zeitplan und/oder wichtige Kernpunkte anschaulich für alle Anwesenden wiederzugeben. Gleichzeitig ist es eine wertvolle Unterstützung, um den „roten Faden“ nicht zu verlieren.

Themen richtig gewichten

Die Zeit reicht nie für alles. Zusammen mit den Teilnehmenden solltest du die wichtigsten Themen auswählen, die es zu besprechen gilt. Sonst geht es dir am Ende wie dem weißen Kaninchen aus Alice im Wunderland, das unter Zeitdruck hektisch versucht ans Ziel zu kommen. Damit der Druck gar nicht erst entsteht, hier eine kleine Hilfe:

  • Ist die Zahl an Themen überschaubar, können Teilnehmende per Handzeichen darüber abstimmen. Davor musst du lediglich festlegen, wie viele Stimmen jeder einzelne hat. Nachteil: Jeder kann sehen, für was der andere stimmt. Dies kann im Nachhinein zu Konflikten führen.
  • Bei kleineren Gruppen kann eine mündliche Diskussion zur Klärung helfen.
  • Bei einer Mehrpunkteabfrage können die Teilnehmenden mehrere Antwortmöglichkeiten gewichten, indem sie z. B. mit Klebepunkten auf einem Flipchart oder Moderationswand ihre Vorlieben visualisieren.
Vorbereitet in die Themenbearbeitung und Maßnahmenplanung

Du solltest dir schon im Vorfeld Gedanken machen, wie du die Bearbeitungsphase und die darauffolgende Ergebnissicherung des Workshops moderierst. Folgende Fragen sind dabei z. B. nützlich:

  • In welcher Reihenfolge erfolgen welche Arbeitsschritte?
  • Wie viel Zeit willst du für einzelne Arbeitsschritte einkalkulieren?
  • Wie lassen sich (Zwischen-)Ergebnisse u. Ä. visualisieren / sichern?
  • Wer übernimmt welche beschlossenen Aufgaben?
  • Welche Stärken und Interessen der Teilnehmer sollten bei der Aufgabenverteilung berücksichtig werden?
  • Sollen sich Tandems bilden, die sich bei den Aufgaben gegenseitig unterstützen?
Extra: Virtuelle Moderation

Prinzipiell gilt für die Moderation virtueller Veranstaltungen dasselbe wie für Präsenzveranstaltungen. Allerdings solltest du dafür die Teilnehmeranzahl auf die wichtigsten reduzieren, denn je mehr Teilnehmer bei einer virtuellen Konferenz dabei sind, umso schwieriger wird es.

Um über Themen abzustimmen kannst du je nach genutzter Software z. B. mit einem Chat arbeiten, bei dem es möglich ist, auf vorgeschlagene Themen mit einem ‚Daumen hoch‘ abzustimmen (z. B. Microsoft Teams). Auch ein virtuelles Whiteboard ist eine hilfreiche Unterstützung. Nicht zuletzt ist vor allem ein Protokoll wichtig, um die gefassten Entschlüsse oder Maßnahmen für alle zu dokumentieren.

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Team Karriere Boost

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