5 Erfolgszutaten für die Existenzgründung: Starting up USA

USA Roadtrip – auf den Spuren der Unicorns

Was ist das Geheimnis von Gründern, die den Durchbruch geschafft haben? Und was zeichnet die US-amerikanische Startup-Kultur aus? Für die Doku „Starting Up USA – Von der Garage zum Unicorn in 5000km“ fuhren Foodguide-Gründer Malte Steiert und Florian Schmitt von lexRocket vier Wochen lang mit einem Filmteam quer durch die USA. Auf dem Roadtrip trafen sie auf zahlreiche Unternehmer, Investoren und Tech-Pioniere, die sie in die dortige Digitalszene entführten und ihnen hilfreiche Tipps in Sachen Existenzgründung mit auf den Weg gaben.

  1. „If you are going to do it – do it properly, or don’t do it at all.”
    Sami McCabe, Clarity PR

McCabe ist Gründer und CEO von Clarity PR. Die PR-Agentur hat es sich weltweit zur Aufgabe gemacht, ambitionierte Tech-Startups zu mehr Bekanntheit und Wachstum zu verhelfen. Sein Team und er haben viele Erfolgsgeschichten begleitet – und dabei den Innovations-Drive der US-amerikanischen Startup-Welt miterlebt. Seine Message ist klar: Halbherzige Sachen haben keinen Platz in der dynamischen und kompetitiven Gründerszene. Wer erfolgreich sein will, muss sich voll reinknien, immer 100 Prozent geben, schlaflose Nächte in Kauf nehmen, hinfallen und wieder aufstehen können. Und: Alles, was in Angriff genommen wird, muss unbedingt Hand und Fuß haben.

  1. „Es gibt keine guten Unternehmen, sondern gute Unternehmer. Einer muss gut kommunizieren können, denn: Every founder must be a brilliant sales person!“
    Carsten Maschmeyer, Investor

Einer Geschäftsidee sollte es an Einzigartigkeit nicht fehlen. Doch der in Beverly Hills lebende Selfmade-Millionär Carsten Maschmeyer ist überzeugt: Sie ist nichts ohne die Köpfe dahinter. Einer muss derjenige sein, der die Kompetenzen hat, die Idee mit Leidenschaft in die Welt hinauszutragen – denn ein Produkt verkauft sich nicht von selbst. Wenn also eine Person aus dem Gründerteam ein überzeugender Vollblut-Vertriebler, ein souveräner Rhetoriker und ein vertrauensvolles Naturell in einem ist und dazu über eine ordentliche Portion Durchhaltevermögen verfügt, steht dem Erfolg nicht mehr viel im Wege.

  1. „For too long, subjects like engineering and sciences felt too mechanical or boring. But these disciplines have the ability to massively change the human condition.”
    Aditya Agarwal, Dropbox

Agarwal war einer der ersten zehn Facebook-Mitarbeiter, jetzt ist er Dropbox-CTO. Nach seinem Studium verschlug es ihn ins Silicon Valley, wo er mit Mark Zuckerberg bekannt gemacht wurde und seine Leidenschaft für Technologie entdeckte. Er sagt, Technologien, Ingenieurwissenschaften & Co. hätten das immense Potenzial, die Art, wie wir leben, grundlegend zu verändern. Agarwal hat finanziell eigentlich ausgesorgt – doch seine Begeisterung für das, was er tut, lässt ihn weitermachen. Er ermutigt visionäre Denker und Gründer, Probleme frühzeitig zu erkennen und mit digitalen Lösungen gegenzusteuern.

  1. „Investoren sind deutlich mehr als Kapital. Wir verfolgen langfristige Visionen – und da möchten alle, die am selben Tisch sitzen, einen Mehrwert bringen.“
    Alexander Rinke, Celonis

Celonis, deutsches Big-Data-Startup für die Analyse von Unternehmensabläufen, sieht einen Faktor für Geschäftserfolg im Know-how von Investoren. Die Gründer hatten zu Anfang keine Geldgeber gefunden, die an Idee und Team glaubten. Sie zogen ihr Unternehmen aus eigener Kraft per Bootstrapping hoch. Nach fünf Jahren erfolgte dann die große Finanzierungsrunde von namhaften Investoren. Und damit auch jede Menge Erfahrung, die sich unglaublich nützlich auf die Weiterentwicklung ihrer Enterprise-Software auswirkt. Ihre Investoren „wissen, wie man ein Unicorn baut“, so Mitgründer Rinke.¹ Das Startup hat mittlerweile die US-Expansion sowie den Gang aufs Börsenparkett im Blick.

  1. „Die besten Investoren, die man finden kann, sind ehemalige Unternehmer, die die Gründersicht komplett kennen und verstehen.“
    Alessio Avellan Borgmeyer, Jodel

Beim deutschen Startup Jodel handelt es sich um ein soziales Netzwerk, das von kurzen Nachrichten lebt, die anonym mit Leuten aus der Umgebung geteilt werden. Auch Gründer Avellan Borgmeyer sieht Investoren als Teil des Erfolgsrezeptes: Den Jackpot hätte man als Unternehmer mit jenen Geldgebern, die selbst einmal gegründet haben und daher wissen, welche Herausforderungen auf einen warten. Das Team hat kürzlich sechs Millionen Euro aus dem Valley eingesammelt und will jetzt den Schritt in die USA wagen. Dies quasi zum zweiten Mal, aber mit mehr Wissen im Koffer (Avellan Borgmeyer startete seine Gründerkarriere in Kalifornien mit der App TellM, die jedoch scheiterte).

Yalun Meng

Yalun Meng

Yalun Meng ist seit seinem Abschluss im VWL-Studium bei der Haufe Group im Bereich Startup Relations und ist mitverantwortlich für den Aufbau der Startup-Plattform lexRocket (https://gruender.lexoffice.de/). Neben der Organisation und Koordination zum Dokumentarfilm „Starting Up USA“ ist er außerdem Ansprechpartner des „Super Startup Adventure Camps“ (https://www.youtube.com/watch?v=PO--9T9JEfE) und bringt Expertise aus den Bereichen Startups, Entrepreneurship, Innovation & Social Media mit.

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