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Neuer Job? Darum lohnt sich ein professioneller Abschied
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Neuer Job? Darum lohnt sich ein professioneller Abschied

 Anja Merklin-Wendle
Anja Merklin-Wendle
Content Managerin

Nach der Kündigung kommt der Abschied vom alten Job dank Resturlaub meist schneller als gedacht. Doch Vorsicht: In der verbleibenden Zeit solltest du dir auf keinen Fall einen faulen Lenz machen. Warum erfährst du hier.

Der neue Job ist in Sicht, bald heißt es, Abschied von den bisherigen Kollegen und Vorgesetzten nehmen. Oft geschieht das mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Einen Fehler solltest du aber auf keinen Fall machen: Deine Restzeit auf die leichte Schulter nehmen und deinen bisherigen Job nicht mehr ernst nehmen. Warum? Weil auch dein Abschied von der alten Firma wichtig für deine weitere Laufbahn sein kann.

Warum ein professioneller Abschied wichtig ist

Es ist eine Binsenweisheit: Man sieht sich immer zweimal. Das gilt auch im Job. Denn bleibst du deiner Branche treu, wirst du auf Messen, Veranstaltungen oder Tagungen immer mal wieder über deine alten Kolleginnen und Geschäftspartner stolpern – und auch über frühere Vorgesetzte.

Frühere Kollegen sind wichtig fürs Networking, denn einschlägige Branchenkontakte sind immer vorteilhaft. Umso wichtiger ist es, dass dich diese Kontakte positiv in Erinnerung behalten und nicht mit einem unmotivierten Abschluss oder nicht zu Ende gebrachten Aufgaben. Gilts du als kompetent, vertrauenswürdig und verantwortungsbewusst, können sich alte Business-Kontakte positiv auf deine weitere berufliche Laufbahn auswirken.

Natürlich willst du ein gutes Arbeitszeugnis, oder? Und vielleicht brauchst du irgendwann mal ein Empfehlungsschreiben deines alten Chefs oder ein neuer, potenzieller Arbeitgeber erkundigt sich bei deinem alten Chef nach dir. Vielleicht tut sich in der alten Firma später mal eine neue Chance auf und du willst irgendwann zurückkehren? Auch für solche Fälle ist es wichtig, dass dich die ehemaligen Kolleginnen in guter Erinnerung behalten.

Dein Abschied von den Kollegen mit Stil

Eine gut organisierte Übergabe macht es deinem alten Team einfacher, die Lücke zu schließen, die dein Weggang hinterlässt. Damit zeigst du Respekt vor deinem Team und deiner Vorgesetzten – schließlich müssen sie zumindest zeitweilig deine Arbeit übernehmen, bis es eine Nachfolgeregelung gibt.

  • Schließe offene Aufgaben und Projekte möglichst ab und erstelle eine Aufgabenübersicht. 
  • Dokumentiere dazu frühzeitig deine Aufgaben, Tätigkeiten, Zugänge und Verantwortungen und übergib dies an deine Kolleginnen oder deine Nachfolgerin.
  • Stelle sicher, dass du alle wichtigen Unterlagen und dein gesammeltes Fachwissen gesichert und an das Team weitergegeben hast.
  • Gib deine Arbeitsmaterialien wie Laptop, Firmenhandy oder Dienstwagen ordentlich zurück und räume deinen Schreibtisch am letzten Arbeitstag auf.
  • Wichtig: Vergiss keinesfalls, private Daten auf den Firmennetzwerken zu löschen.

Solltest du froh sein, wenn du den Laden bald nicht mehr von innen sehen musst, halte dich mit negativen Bemerkungen oder Lästereien zurück.

Den letzten Arbeitstag nett gestalten

Eine kleine Abschiedsfeier oder ein Umtrunk mit ein paar Snacks mit deinen Kollegen an deinem letzten Arbeitstag setzt einen würdigen Schlusspunkt. So kannst du deinen letzten Arbeitstag in entspannter Runde mit beruflichen Weggefährten ausklingen lassen. Lade dazu dein Team, die Vorgesetzten und deine Kontakte aus anderen Abteilungen ein, mit denen du häufig und gern zusammengearbeitet hast. Auch wenn du kein Freund großer Worte bist, eine kurze Abschiedsansprache mit netten Anekdoten über die gemeinsame Zeit kommen immer gut an.

Tipp: Lade die Kollegen dazu ein oder zwei Wochen im Voraus per Mail ein. Dann weißt du einerseits, was du für den Abschied besorgen muss. Gleichzeitig ist so auch niemand überrascht, wenn dein letzter Arbeitstag gekommen ist.

Verabschiede dich am letzten Arbeitstag zusätzlich per Mail von den Kollegen und Vorgesetzten und bedanke dich für die gute Zusammenarbeit, für gemeinsam erreichte Erfolge oder positive Erfahrungen. Mit einer E-Mail erreichst du auch die Personen, die nicht zu deiner Abschiedsfeier kommen können, z. B. Geschäftskontakte wie Kunden oder Lieferanten. Denk auch daran, eine Abwesenheitsmeldung zu verfassen und auf deine Nachfolgerin zu verweisen.