Geschäftsessen meistern: 4 Tipps für gelungenen Small Talk

Ein kritischer Punkt bei Geschäftsessen ist: Worüber beim Small Talk reden? Sicher gibt es Themen, die das Business betreffen, aber eben nicht nur. Wichtig in diesem Zusammenhang: Beim Geschäftsessen sind heikle Themen tabu. Dazu gehört Politik oder z.B. auch, über einen bestimmten Fußballclub herzuziehen – denn damit betritt man sehr schnell größere Fettnäpfchen als einem lieb ist. Diese Themen sind emotional besetzt und im Ernstfall ist immer jemand am Tisch, der eine ganz andere Position vertritt. Werden sie dann doch von jemand angeschnitten, solltest du dich unbedingt zurückhalten, vor allem als Greenhorn der Firma. Doch: Wenn nicht darüber, worüber denn dann sprechen, während man z.B. aufs Essen wartet?

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Tipp 1: Immer schön positiv bleiben

Klar – über skurrile Erlebnisse mit der Deutschen Bahn kann man sich trefflich und über Stunden austauschen. Und auch über die neueste Baustelle auf deiner Hausstrecke zur Firma könntest du dich in epischer Breite auslassen. Verständlich, aber nicht besonders klug. Wer in den Small Talk nur mit Nörgeleien und Negativem einsteigt und auch hartnäckig daran festhält, hinterlässt kein besonders freundliches Bild bei seinen Gesprächspartnern. Auch wichtig: Verallgemeinerungen kannst du dir, wenn’s denn sein muss, dazudenken. Aber bitte nicht laut aussprechen. Wer Sätze über das Fahrvermögen von Frauen oder die Ablehnung bestimmter Esskulturen für Eisbrecher hält, liegt vermutlich nur am Stammtisch richtig. Statements wie: „Rohen Fisch in Reis braucht doch kein Mensch“ solltest du beim Geschäftsessen also besser stecken lassen. Dein Gesprächspartner könnte der weltweit größte Sushi-Fan sein.

Tipp 2: Be prepared!

Um letzterem Fauxpas zu entgehen, lohnt sich manchmal ein Blick in die sozialen Netzwerke. So kannst du herausfinden, welche Vorlieben oder auch Abneigungen, welche Hobbys und Interessen die Beteiligten so haben. Und dann: Stell Fragen. Eventuell ergeben sich so Gemeinsamkeiten, über die ihr beim Small Talk sprechen könnt. Auch das Wetter, man mag’s kaum glauben, kann sich bei solchen Gelegenheiten als gute Gesprächseröffnung erweisen. Schnell kommt man über das aktuelle Hoch oder Tief auf den letzten Wochenendausflug, Freizeitaktivitäten oder die Urlaubspläne. Und falls an Themen sonst nichts mehr geht, tut’s auch mal ein Gespräch über die aktuelle Location oder den Anlass des Zusammentreffens.

Tipp 3: Umgang mit schwierigen Gesprächspartnern

Seine Geschäftspartner oder jeweiligen Sitznachbarn kann man sich im Zweifel nicht aussuchen. Es kann schon mal recht zäh oder schwierig werden. Beispiel: der Schweiger. Nach den ersten beiden Sätzen des Small Talks reißt das Gespräch abrupt ab und endet in unangenehmem Schweigen. Erste-Hilfe-Tipp: Auch diese Menschen sind Fachleute auf irgendeinem Gebiet. Frag sie danach, auch wenn du von der Materie keine Ahnung hast. Dann kannst du umso mehr Fragen stellen.

Mit Vorsicht zu genießen sind die Typen, die einem Firmengeheimnisse aus der Nase ziehen möchten. Hier gilt die Devise: Verrate nicht mehr, als man auch der Presse entnehmen könnte. Und auch die besonders Aufdringlichen, die Berufliches und Privates nicht so strikt trennen und an die besonders Frauen gerne mal geraten, sollten möglichst schnell in die Schranken verwiesen werden. Man kann sich noch höflich für das Kompliment bedanken, sollte das Thema dann aber ganz schnell auf ein anderes Gebiet lenken. Wenn nichts mehr hilft: den Sitzplatz wechseln. Zum Beispiel nach einem kurzen Ausflug auf die Toilette.

Tipp 4: Besser weniger als mehr

Die meisten Menschen finden verbalen Dauerbeschuss nicht angenehm. Gute Smalltalker hören mehr zu als sie selbst reden. Ein Verhältnis von 70:30 hat sich hier bewährt. Wenn du deinem Gesprächspartner aufmerksam zuhörst, vor allem wenn das sonst nie jemand tut, geht sie oder er garantiert mit einem guten Gefühl aus der Unterhaltung.

Mehr Info

Ihr wollt wissen, was beim Geschäftsessen zu tun ist, wenn ihr dem Chef Rotwein übers Hemd kippt, das Essen völlig versalzen ist oder was in Sachen Sitzordnung zu beachten ist? Der TaschenGuide „Geschäftsessen meistern“ von Anke Quittschau und Christina Tabernig verrät es euch!

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