Film ab: So gelingt dir die Videobewerbung

Die Joggingrunde, das Sonntagsfrühstück, das geliebte Haustier: Es gibt kaum etwas, was wir heute nicht in Form von Stories und Videos festhalten und mit der ganzen Welt teilen. Wen wundert’s da, dass auch bei Unternehmen das Format der Videobewerbung immer beliebter wird – wenn auch in manchen Branchen in überschaubarem Tempo. Nichtsdestotrotz: Vorbereitung ist alles, und wenn du ein Bewerbungsvideo vorweisen kannst, bist du auf jeden Fall auf der Höhe der Zeit.

Wähle deine Worte weise und halt dich kurz

Klar, auch bei privaten Clips achten wir auf einigermaßen gute Beleuchtung. Darauf, dass nicht ausgerechnet der verkaterte Kumpel im Schlafanzug im Hintergrund durchs Bild schleicht. Und dass die anderen möglichst verstehen, was wir ihnen mitteilen möchten. Im beruflichen Kontext gibt’s allerdings noch einiges mehr zu berücksichtigen. Denn: Die Videobewerbung ist bereits Teil des Vorstellungsgesprächs. Was vor der Kamera gesagt und dann als Film verschickt und geteilt wird, kann nicht einfach so revidiert werden. Und, was ebenso wichtig ist: Begeisterung fürs Format ist gut, einfach drauflos filmen solltest du dennoch nicht. Ein Skript sollte her und der dazugehörige Zeitplan. Welche Punkte willst du unbedingt ansprechen und wie viel Zeit nimmst du dir jeweils dafür? So gehst du sicher, dass du kein Werk in epischer Länge produzierst und dein Video auch bis zum Ende angesehen wird.

No match found: Wenn das Gegenüber fehlt

Neben dem Bewusstsein, dass man sich genau überlegen sollte, was man sagt und wie lang der Film werden soll, ist ein weiterer Faktor ganz entscheidend: Das fehlende Gegenüber. Bei Face-to-face-Gesprächen tendieren wir dazu, die Körpersprache unseres Gesprächspartners zu matchen. Wenn das Gespräch gut läuft, geht das ganz automatisch – ein verliebtes Pärchen spiegelt von selbst die Position des Anderen. In Situationen wie Bewerbungsgesprächen probiert man intuitiv, durch das Übernehmen von Körperhaltung und Gesten die gleiche Wellenlänge herzustellen. Wenn du allerdings deinen Bewerbungsfilm drehst, agierst du quasi ins Leere. Es gibt nichts auf der anderen Seite, worauf du reagieren kannst. Deshalb ist es grundsätzlich sinnvoll, sich mit den Basics der Körpersprache vertraut zu machen. Bitte jemanden aus der Familie oder dem Bekanntenkreis, mal darauf zu achten, ob du beim Sprechen hektisch rumfuchtelst oder dir nervös durch die Haare fährst. Darüber hinaus: Mach dich online schlau. Kennst du deine Ansprechpartner, findest du ja vielleicht auch über sie schon Videocontent. Viele Unternehmen haben ihren eigenen YouTube-Kanal und stellen dort Filme mit ihren Mitarbeitern online. Das kann dir bei der Vorbereitung helfen.

Der Hintergrund: Weniger ist mehr

Ob es jetzt unbedingt die weiße Wand im Hintergrund sein muss, sei dahingestellt – entscheidend für die Auswahl ist aber, dass es einigermaßen ruhig zugeht. Schließlich soll der Fokus auf dem Akteur liegen und nicht auf den Special Effects im Background. Wer bereits Zeuge überladener Powerpoint-Präsentationen werden durfte, weiß, wovon wir sprechen. Außerdem: Outfit und Hintergrund sollten einigermaßen übereinstimmen – achte darauf, dass es keine unschönen Farbkombinationen gibt. Selbstverständlich sollte auch sein, dass schwarzer Rolli vor schwarzem Hintergrund jetzt nicht die allerbeste Option ist. Außer du bewirbst dich als Pantomime.

Was du sonst noch in Sachen Technik und kreative Umsetzung für das perfekte Bewerbungsvideo wissen musst, erfährst du in dem Buch „Bewerben mit Videos und Videochat“ von Jubin Honarfar und Robindro Ullah.

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