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Verdeckter Stellenmarkt: So kommst du an potenzielle Jobs!
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Frau im Sonnenblumenfeld

Verdeckter Stellenmarkt: So kommst du an potenzielle Jobs!

 Mirjam Maier
Mirjam Maier
Content Producerin

Die Besetzung neuer Stellen geschieht sehr häufig ohne konkrete Ausschreibung. Darum lohnt sich eine Initiativbewerbung. Worauf du dabei achten solltest, erfährst du hier.

Was ist der verdeckte Stellenmarkt?

Mit dem verdeckten Stellenmarkt ist die Summe aller Stellen gemeint, die vakant, aber nicht ausgeschrieben sind. Und dieser verdeckte Stellenmarkt ist groß: Zahlen der Bundesagentur für Arbeit lassen vermuten, dass nur rund 30 Prozent der Stellen öffentlich ausgeschrieben werden.

Woran liegt das? Die Antwort hat nichts mit Verschwörungstheorien zu tun, sondern ist ganz einfach: Die Ausschreibung kostet Geld, Zeit und Ressourcen, die Unternehmen gerne einsparen möchten. Haben Firmen die Möglichkeit, das zu umgehen, nutzen sie diese.

Das bedeutet aber auch für dich, dass die passende Stelle in deinem Wunschunternehmen vielleicht gar nicht weit ist. Es gibt sie, doch sie ist nicht ausgeschrieben. Eine Initiativbewerbung lohnt sich also!

Verdeckter Stellenmarkt und die passende Bewerbung

Wenn du dich auf dem verdeckten Stellenmarkt bewirbst, dann hast du eines nicht: Eine Stellenanzeige, die dir vorgibt, was gesucht wird. Das hat zwar viele Vorteile, weil du deine Bewerbung freier verfassen kannst. Allerdings solltest du auf Folgendes achten.

Das Anschreiben als Sprungbrett

Stellenanzeigen geben den Bewerberinnen normalerweise vor, was gefordert ist, vor allem im Hinblick auf die Persönlichkeitsmerkmale. Das sorgt dafür, dass Personaler oft sehr austauschbare Bewerbungen erhalten, in denen die Interessenten eben diese verlangten Merkmale wiederholen. Schon allein dadurch, dass du in deiner Initiativbewerbung die geforderten Fähigkeiten nicht runterbetest und damit wie die meisten einfach die Stellenanzeige wiederholst, wird sich dein Anschreiben abheben.

Beachte dabei: Personalerinnen lesen bei einer Bewerbung für eine ausgeschriebene Stelle zuerst den Lebenslauf. Fehlen die nötigen Qualifikationen, wird die Bewerbung gleich aussortiert. Dagegen bleibt Personalen bei einer Bewerbung auf dem verdeckten Stellenmarkt nichts anderes übrig, als zuerst das Anschreiben zu lesen, denn ob der Lebenslauf passt, kann erst beurteilt werden, wenn klar ist, für welche Position du dich bewirbst.

Das bietet dir die Gelegenheit, für selektive Wahrnehmung zu sorgen. Statt dem Personaler die harten Fakten im Lebenslauf zu liefern und ihm die Interpretation zu überlassen, kannst du das Anschreiben als Chance nutzen, wichtige Akzente zu setzen. Lasse die richtigen Stichpunkte fallen, mit denen du deinen Werdegang einordnest, und die Personalerin wird den Lebenslauf danach mit anderen Augen sehen.

Positionierung: Breit gefächert ist zu vage

Möglichst breit aufgestellt zu sein, erhöht die Chancen auf den Job? Nicht unbedingt. Es kann, wie zuvor erwähnt, viel wichtiger sein, Akzente zu setzen und sich als Expertin zu positionieren. Jemand, der alles so irgendwie kann – klingt erstmal nicht schlecht, denn so bist du vielseitig aufgestellt. Aber: Das Unternehmen sucht wahrscheinlich nicht die eierlegende Wollmilchsau, sondern jemanden mit Fachexpertise. Und wenn du über genau diese verfügst, lass es das Unternehmen auch wissen.

Nicht der Personaler sollte sich Gedanken darüber machen, wo er dich einsetzen könnte, sondern du formulierst konkret dein Angebot an die Firma. Das heißt, informiere dich genau über das Unternehmen, z. B. anhand der Unternehmenswebsite, und bringe in Erfahrung, ob deine Fachkenntnisse zum Unternehmen passen und dann: Positioniere dich richtig!