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Keine Angst vor dem Assessment Center
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Keine Angst vor dem Assessment Center

 Anja Merklin-Wendle
Anja Merklin-Wendle
Content Managerin

Im Assessment Center bestehen nur die nervenstärksten Mitbewerber? Falsch! Mit unseren Tipps zur Vorbereitung kannst du die Personaler bei diesem Gruppenauswahlverfahren ganz einfach von dir überzeugen.

Wie läuft ein Assessment Center ab?

In einem Assessment Center versuchen die Personaler die besten 6-12 Kandidaten im Hinblick auf ihre Persönlichkeit und Leistungsmotivation einzuschätzen. Sie wollen wissen, wie du tickst und ob du ins Unternehmen passt. Mit diesen Übungen versuchen sie, deinem Einsatz und deiner Motivation für den potenziellen Arbeitgeber auf den Zahn zu fühlen:

Die Gruppendiskussion

Meist handelt es sich dabei um eine Diskussion zu einem gesellschaftlich-politischen Thema, teilweise mit vorgegebener Rollenverteilung oder ein Unternehmensplanspiel, bei dem ihr fiktive betriebswirtschaftliche Bedingungen diskutieren und einen Handlungsplan erstellen sollt.

Natürlich betrachten die Beobachter während des Assessment Centers dein Auftreten und deine Interaktion mit der Gruppe, wie du Probleme analysierst und welche Lösungen du findest. Am besten präsentierst du dich, wenn es dir gelingt, dir eine allseits anerkannte Mittlerposition zu verschaffen und die Gruppe auf ein gemeinsames Ziel zu lenken. Das gelingt dir am besten, wenn du kooperativ mit den anderen zusammenarbeitest. Kannst du dann hier noch deine Lösungsvorschläge präsentieren, bist du schon ein ganzes Stück weiter.

Rollenspiele im Assessment Center

Ein Rollenspiel funktioniert nach ähnlichen Regeln wie die Gruppendiskussion. Auch hier prüfen die Personaler während des Assessment Centers, ob es dir durch geschickte Gesprächsführung gelingt, ein Problem zu identifizieren und mit deiner Mitspielerin eine gemeinschaftlich erarbeitete Lösung zu finden. Rechne mit emotionalen Situationen, die auch mal aggressiv, tränenreich oder sogar verbal angriffslustig sein können, um dich aus der Reserve zu locken.

Lass dich daher auf keinen Fall provozieren! Meist heißt das Zauberwort solcher Übungen „soziale Kompetenz“. Hier wird geprüft, ob du gut zuhören und dich einfühlsam (nicht emotional!) einem Problem widmen kannst, ohne dein Gegenüber persönlich anzugreifen. Es wird erwartet, dass du eine ausgleichende Gesprächsstrategie verfolgst und einen Lösungsvorschlag entwickelst, den dein Gegenüber akzeptieren und annehmen kann. Übertriebene Härte wird dir eher negativ angerechnet.

Die Präsentation

Du musst aus gegebenen Hintergrundinformationen oder deinem Allgemeinwissen einen Kurzvortrag vorbereiten und auch halten. Dabei kommt es auf dein rednerisches Können, deine sprachliche Ausdrucksfähigkeit und selbstbewusstes Auftreten an.

Hab keine Angst vor der Präsentation. Was du brauchst, ist unbedingt ein roter Faden für dein Thema. Erarbeite in der Vorbereitungszeit eine Stoffsammlung und eine grobe Gliederung. Du benötigst eine witzige, aktuelle oder geistreiche Einleitung. Hier darfst du gerne mit einer These provozieren. In deinem Hauptteil stellst du die Argumente strukturiert dar:

  • Was ist das Problem?
  • Welche Lösungen gibt es?
  • Was schlägst du aus welchem Grund vor?

Argumentiere mit anschaulichen Beispielen und präsentiere eine kurze und knackige Zusammenfassung als Abschluss. Lass hier gerne die ein oder andere Anekdote, deinen Humor und anschauliche Beispiele einfließen und nutze Hilfsmittel wie Flipchart, Gestik und Augenkontakt zum Publikum.