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Arbeitgeberbewertungen: Blick hinter die Kulissen
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Arbeitgeberbewertungen: Blick hinter die Kulissen

Du hast deine Traumstelle gefunden, bist dir aber unsicher, ob das Unternehmen deine Ansprüche erfüllen kann? Dann solltest du Arbeitgeberbewertungen checken – wo und warum es sich lohnt, erfährst du hier.

Ok, der Job hört sich super an, Website und Social-Media-Präsenz der Firma wirken stylisch und hoch professionell. Doch viele Bewerber wollen wissen, wie das Unternehmen wirklich tickt, bevor sie sich bewerben.

Die bekanntesten Portale für Arbeitgeberbewertungen

Eines steht fest: Auf Karriereseiten, Facebook oder Instagram zeigt ein Unternehmen nur, was Bewerber sehen sollen. Darum macht es durchaus Sinn, sich Portale für Arbeitgeberbewertungen anzusehen. Hier eine kurze Übersicht der drei bekanntesten Portale:

Kununu

Mitarbeiter, Bewerber und Azubis können auf diesem Portal eine Arbeitgeberbewertung mit Sternesystem abgeben. Dabei werden z. B. Gehalt und Sozialleistungen, die Arbeitsumgebung oder die Unternehmenskultur mit 1 bis 5 Sternen bewertet. Auch Kommentare in einem Textfeld sind möglich.

Interessant für Bewerber ist auch das Durchschnittsgehalt, das für einzelne Jobs ausgewiesen wird, oder das Cockpit, wo genau sich das Unternehmen zwischen einer traditionellen oder modernen Unternehmenskultur befindet.

Glassdoor

Der amerikanische Anbieter Glassdoor ist 2015 auch in Deutschland angekommen. Um Bewertungen zu verfassen, müssen Nutzer nicht angemeldet sein. Um diese vollständig zu lesen, musst du dich jedoch anmelden. Glassdoor führt Kategorien wie Zusatzleistungen, Gehalt oder Vorstellungsgespräch auf, außerdem sind Freitexteingaben möglich.

Indeed

Als Metasuchmaschine gestartet, können nun auch Unternehmen auf Indeed bewertet werden. Bis zu 5 Sterne sind in Kategorien wie Vergütung, Karriere, Work-Life-Balance oder Unternehmenskultur zu vergeben, ebenso ist eine Freitexteingabe für persönliches Feedback vorgesehen.

Arbeitgeberbewertungen – das Maß der Dinge?

Um sich einen Eindruck von einem Unternehmen zu verschaffen, ist es hilfreich, sich die Bewertungen von (ehemaligen) Mitarbeitern und Bewerbern anzusehen. So lernst du dein Wunschunternehmen vorab etwas besser kennen und findest z.B. heraus, wie die Unternehmenskultur wirklich aussieht. Anhand negativ bewerteter Punkte kannst du auch deine eigenen Prioritäten noch einmal hinterfragen: Vielleicht ist dir das Gehalt weniger wichtig, als du dachtest, wenn du dafür eine gute Work-Life-Balance bekommst.

Aber Achtung: Lass dich von Arbeitgeberbewertungen nicht in die irre führen. Lies dir vor allem schlechte Bewertungen genau durch und setze sie ins Verhältnis zu den positiven Bewertungen. Manchmal machen Mitarbeiter ihrem Ärger Luft und bleiben nicht objektiv. Andersherum wird eine frisch beförderte Führungskraft womöglich eine eher positive Bewertung hinterlassen.

Schau dir also auch die Position an, die der Nutzer innehat. Zudem solltest du darauf achten, ob und wie der Arbeitgeber auf positive und negative Kritik reagiert und damit zeigt, dass er die Mitarbeiter und ihre Beschwerden ernst nimmt. Du wirst merken, dass du mit der Zeit ein Gespür dafür bekommst, Arbeitgeberbewertungen einzuordnen.

Ja, nein, vielleicht?

Du bist dir nachdem du dir Arbeitgeberbewertungen durchgelesen hast noch immer unsicher, ob du dich wirklich bewerben sollst? Dann solltest du den Schritt wagen. Winkt dir dann ein Vorstellungsgespräch, hast du die Möglichkeit, das Unternehmen als Bewerber kennenzulernen und dir selbst ein erstes Bild zu machen. Vielleicht lernst du das Team gleich kennen und darfst die Räumlichkeiten besichtigen? Außerdem kannst du Fragen und eventuelle Unstimmigkeiten, die dich beschäftigen, direkt im Gespräch ansprechen.

Fazit: Arbeitgeberbewertungen können eine wertvolle Entscheidungshilfe sein. Bist du aber weiterhin unentschlossen, dann gib dem Unternehmen eine Chance und überzeuge es mit deiner Bewerbung. Im Vorstellungsgespräch wird sich dann zeigen, ob das Unternehmen auch dich überzeugen kann.