Konzentration bitte: Mitteilsame Kollegen abwimmeln

Du bist schon etwas länger in deinem neuen Job? Die Anfangsaufregung hat sich schon etwas gelegt, Routinen schleichen sich ein und die Kollegen wissen dich zu schätzen? Super! Jetzt bist du an einem Punkt, an dem du eigentlich viel Ruhe und Konzentration benötigst, um Prozesse verinnerlichen und Aufgaben abarbeiten zu können. Als gut ingegriertes Teammitglied musst du dich dazu hin und wieder abgrenzen. Denn so gut wie jeder kennt sie, die Plaudertaschen und Gute-Laune-Bären im Team. Kollegen, die jede Möglichkeit nutzen, um dich in ein Gespräch zu verwickeln. Zu bestimmten Gelegenheiten oder falls du gerade kurz Zeit hast, ist das natürlich alles sehr nett. Wenn du aber konzentriert arbeiten möchtest, können diese zauberhaften Zeitgenossen auch mal zum Problem werden.

Wir haben hier ein paar Ideen, wie du dich von allzu mitteilungsbedürftigen Kollegen mehr oder minder elegant befreien kannst. Klar – das ist nicht alles bierernst gemeint und sollte mit ansteigender Eskalationsstufe auch nur für die ganz hartnäckigen Fälle eingesetzt werden.

Eskalationsstufe 1:

Sofort mit der Dicken Bertha zu feuern und die Kollegen anstatt höflich abzuwimmeln direkt zu verärgern, ist der falsche Ansatz. Versuche zunächst, den Zeitrahmen für das Gespräch klar abzustecken und/oder das Gespräch ins Leere laufen zu lassen. Knapp antworten, keine Gegenfragen stellen und Blickkontakt minimieren. Das signalisiert den meisten Gesprächspartnern: „Ich brauche Konzentration!“ Du wirst schnell herausfinden, bei wem diese Methode funktioniert und bei wem nicht. Funktioniert sie nicht, kannst du versuchen, so konzentriert wie nur möglich auf deinen Bildschirm zu blicken, vielleicht wird ein anderes „Opfer“ gefunden. Ein Headset aufsetzen oder Kopfhörer ins Ohr stecken kann auch Wunder bewirken.

Eskalationsstufe 2:

Wenn die mehr oder weniger subtilen Aufforderungen nicht fruchten, musst du direkter werden. Weise deinen Kollegen höflich zurück, indem du ihm mitteilst, dass du jetzt keine Zeit zum Reden hast, dich aber gerne mit ihm  in der Mittagspause zusammensetzt. Unter Umständen musst du den Kollegen gar nicht abblitzen lassen. Mit etwas Fingerspitzengefühl und den richtigen Gesprächstechniken reichst du deinen Gesprächspartner elegant an eine dritte Person weiter.

Eskalationsstufe 3:

Will der aufdringliche Mitarbeiter immer noch nicht von dir ablassen, ist es an der Zeit, die großen Geschütze aufzufahren. Drehe den Spieß um. Schraube ihm eine ewig lange, uninteressante und mit vielen Wiederholungen versehene Geschichte ins Knie. Oder hake so lange bei den Storys deines Gesprächspartners nach, bis er die Lust am Erzählen verliert. Hierbei solltest du auf Details eingehen, die er entweder nicht wissen kann, nicht erzählen will oder die überhaupt nichts mit der Sache zu tun haben. Und, als absolut allerletztes Mittel: die Verwirrungstaktik. Fang an zu singen, springe auf und schreie: „Da draußen ist gerade eine Schaukel frei geworden, ich muss weg!“. Oder starte eine lautstarke Diskussion mit deinem Alter Ego.

In diesem Sinne: Viel Erfolg bei der professionellen Abgrenzung!

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