Trendthema Co-Working – was ist dran?

Auch keinen Bock auf geteilte Büros und flexible Arbeitsplätze? Du willst lieber morgens – oder wann auch immer – in dein eigenes Büro und an deinen eigenen Schreibtisch kommen? Damit bist Du nicht allein, denn wie eine Studie von United Research herausfand, sind viele junge Beschäftigte extrem spießig, wenn es um ihren Arbeitsplatz geht. Ist Co-Working also gar nicht das Gebot der Stunde?

Vorab eine kurze Begriffsklärung: Co-Working beschreibt eine im Silicon Valley entstandene neue Arbeitsform. Einige Personen, die unter anderen Umständen womöglich nie zusammengekommen wären, mieten ein gemeinsames Büro. Dort haben sie zeitlich flexible Arbeitsplätze in einer offenen Umgebung. Die Vorteile des zusammen Arbeitens (Co-Working) sehen sie in der gegenseitigen Inspiration und Hilfsbereitschaft. Neben Offenheit und Kollaboration spielen also Gemeinschaft und Zugänglichkeit eine große Rolle beim Co-Working.

Über 1.000 berufstätige Millennials, also Personen zwischen 17 und 28 Jahren, schilderten nun in einer aktuellen Studie, wie sie sich den idealen Arbeitsplatz vorstellen. Bzw. was sie von Co-Working halten. Die Ergebnisse der Studie förderten teils Überraschendes zutage. In Auftrag gegeben wurde sie übrigens von der Work Space Community „Friendsfactory“ – einem Unternehmen also, dessen Geschäftsmodell die Erschaffung individueller Community-Lösungen sind.

Ergebnisse der Studie

  • Für über die Hälfte aller Befragten ist Co-Working ein Fremdwort
  • Ein Viertel kennt zwar den Begriff, ist sich aber nicht sicher, was sich genau dahinter verbirgt
  • Nur jeder vierte Befragte wusste, den Begriff Co-Working richtig einzuordnen
  • 83 Prozent der Befragten haben keinen Bock darauf, ihren Arbeitsplatz mit anderen zu teilen
  • 45 Prozent der jungen Beschäftigten favorisieren ein klassisches Büro mit ein oder zwei Arbeitsplätzen
  • 30 Prozent sehen Homeoffice als das ideale Arbeitsumfeld

Gregor Gebhardt, der Gründer von Friendsfactory resümiert: „Co-Working ist tot.“

Die Millennials wollen ein eigenes, abschließbares Büro, vor der Tür aber ein inspirierendes Umfeld zum Netzwerken und Austauschen. Das digitale Nomadentum, ein Synonym für die schöne neue Arbeitswelt, dient nur wenigen als Ideal. Die Mehrheit der jungen Berufstätigen schätzt laut der Studie Beständigkeit, konzentriertes Arbeiten und ihre eigene DNA am Arbeitsplatz.

 

Zur ausführlichen Definition von Co-Working geht’s nochmal hier: http://coworkit.de/was-ist-coworking-definition/

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