Einarbeitung Fehlanzeige? Hilf dir selbst!

Für deinen neuen IT-Job hast du dich richtig in Zeug gelegt: Ausführliche Bewerbung, Assessment Center und dann hast du dich in der zweiten Bewerberrunde durchgesetzt. Nach drei Wochen im neuen Job bist du ziemlich frustriert. Von Einarbeitung kann nicht die Rede sein. „Learning by doing“ ist eine freundliche Umschreibung dessen, was da gerade mit dir passiert. „Ins kalte Wasser schmeißen“, trifft es besser. Damit bist du nicht allein. Über die Hälfte aller Beschäftigten teilen deine Erfahrung, wenn sie eine neue Stelle beginnen. Hier sind drei Tipps, mit denen du etwas Positives aus der Situation machen kannst.

Während der Einarbeitung: Hab‘ keine Angst, Fragen zu stellen

Du bist neu. Eine neue Umgebung, neue Kollegen und neue Aufgaben. Dass du in dieser Situation Fragen hast, ist die normalste Sache der Welt. Das Unternehmen hat einen Mentor- oder Patenprogramm? Perfekt! Damit hast du einen Ansprechpartner. Wenn das nicht der Fall ist, wende dich an deine Kollegen oder deinen Vorgesetzten. Das ist auch eine gute Möglichkeit, Menschen kennenzulernen.

Beim Fragen gilt wie bei vielem anderen: Es gibt gute und schlechte Zeitpunkte. Wenn gerade viel zu tun ist und alle unter Zeitdruck stehen, ist das kein guter Moment. Außerdem solltest du deine Fragen gut vorbereiten. Wenn du präzise fragst, ist der Nutzen der Antwort auch höher. In organisatorischen Fragen – Arbeitsplatz, PC, Details zur Gehaltsabrechnung usw. – kann dir meist die Personalabteilung weiterhelfen. Solche Angelegenheiten lassen sich oft auch schon vor Arbeitsantritt klären. Sobald du deinen Vertrag unterschrieben hast, solltest du im HR-Department einen Ansprechpartner finden.

Sei kein Besserwisser

Du fängst einen neuen Job an und bist voll motiviert. Es wäre auch seltsam, wenn es anders wäre. Seit du die Zusage bekommen hast, hast du viel über deinen neuen Arbeitgeber recherchiert. Du sprühst vor Ideen! Nimm den Schwung mit. Positive Energie kann jedes Unternehmen gebrauchen.

Aber sei vorsichtig und tritt ein bisschen auf die Bremse. Viele Neueinsteiger wollen in ihrer Anfangseuphorie alles besser machen und nerven in der Phase der Einarbeitung schnell ihre Kollegen mit Vorschlägen. Das ist nicht besonders klug. Schließlich kennst du die Abläufe und vor allem die Menschen noch nicht wirklich. Lass dir Zeit. Es hat noch niemand geschafft in seinen ersten drei Monaten eine komplette Abteilung umzukrempeln. Natürlich kannst du deine Meinung sagen, wenn es um Veränderungen geht. Aber Beobachten, Zuhören und die Ansichten von Kollegen und Vorgesetzten zu ergründen ist genauso wichtig und hilft dir dabei, deinen Platz im Unternehmen zu finden.

Steh zu deinen Fehlern

Du bist neu in deiner Tätigkeit, hast noch keine Routine und arbeitest mit Menschen zusammen, die du noch nicht gut kennst. In dieser Situation passieren jedem mehr Fehler als gewöhnlich. Wenn du aus deinen Fehlern lernst, ist das kein Problem. Was für einen Arbeitgeber zählt, ist die positive Entwicklung.

Wenn dir ein Fehler passiert, geh offen damit um, sobald du ihn erkennst. Das macht dich sympathisch und zeigt Verantwortungsgefühl. Die Folgen der meisten Fehler lassen sich beheben oder minimieren, wenn man früh gegensteuert. Entstehen durch ein Missgeschick Unannehmlichkeiten für einen Kollegen, hilft eine Entschuldigung. So zeigst du Souveränität und verhinderst, dass ein negativer Nachgeschmack zurückbleibt.

Mehr Tipps für Neueinsteiger findest du hier und im TaschenGuide „Erfolg im neuen Job“.

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